Forschungskompetenz als zentraler Bestandteil akademischer Qualifikation
Qualitätssicherung beim Ausbau neuer Studienplätze
Auf dem von der deutschen Ratspräsidentschaft der EU veranstalteten Kongress "European Researchers of Tomorrow" (Stuttgart, 13.-15. Mai 2007) wurde ein Mangel von 700.000 Nachwuchswissenschaftlern in Europa festgestellt.
Vor diesem Hintergrund fordert die Universität Bayern e.V. für die zur Bewältigung steigender Studierendenzahlen geplanten 38.000 zusätzlichen Studienplätze in Bayern, dass in Bachelor- und Master-Studiengängen an der Forschungskompetenz als zentralem Bestandteil der Berufsorientierung festgehalten wird.
Die Qualitätssicherung beim Ausbau neuer Studienplätze sieht die Universität Bayern e.V. nur dann als gegeben, wenn bei deren Finanzierung Forschungsanteile nicht herausgerechnet werden, wie es das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) vorschlägt. "Die Universitäten dürfen nicht in den Fehler verfallen, Forschung und Entwicklung betriebswirtschaftlich nur als Kostenfaktor und nicht als nachhaltige Investition zu verstehen", so Rektor Prof. Dr. Alf Zimmer (Regensburg), Vorsitzender der Universität Bayern. "Der Bedarf an Forschern zeigt, dass die 'Einheit von Forschung und Lehre' als zentraler Bestandteil der 'employability' akademischer Qualifikation unverzichtbar ist."